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24.02.2018

Bodenarbeit!

Bodenarbeit!

5 Tipps zum Erfolg

Spanischer Schritt, Seitengänge oder Flehmen - den meisten Pferden kann man mit Wissen, Geduld und Einfühlungsvermögen viele sinnvolle Lektionen beibringen, aber natürlich auch so manchen Blödsinn ;-). Zusätzlich kann das Training vom Boden die Akzeptanz des Menschen fördern, das Pferd geistig fordern und die Ausbildung unter dem Sattel erleichtern. Doch worauf ist zu achten? Wir zeigen euch mit unseren 5 Tipps, wie Bodenarbeit auch bei Euch zum vollen Erfolg wird.

 

1. Pferdegerechte Arbeit 

Pferde können sich je nach Alter, Charakter, Entwicklung und Situation nur zwischen 10 und 20 Minuten konzentrieren. Umso wichtiger ist es, auf ausreichende Pausen zu achten und nicht zu lange am Stück zu arbeiten. So bleibt das Pferd motiviert, wird nicht überfordert und kann das erlernte besser verarbeiten. Also besser mehrere kurze Einheiten einlegen.

 

2. Der Esel sitzt immer oben

Auch wenn der Esel in diesem Fall neben dem Pferd steht ;-), kann diese Redensart auch bei der Bodenarbeit zutreffen. Pferde sind grundsätzlich sehr gutmütige und lernfähige Tiere. Machen sie nicht das, was man von ihnen fordert, haben wir uns vielleicht nicht verständlich genug ausgedrückt oder das "nicht erwünschte" Verhalten antrainiert. Ein Beispiel: Ein Pferd testet den Reiter und verweigert den Gang über eine Plastikplane. Wir streicheln es und reden ihm gut zu. Das Pferd wird positiv in seinem Verhalten verstärkt und erhält ein Päuschen, obwohl es bereits über die Plane gelaufen ist und keinerlei Angst hat. Sollten wir das Nichtstun in diesem Fall nicht "unangenehmer" gestalten und den Gang über die Plane mit Lob verschönern?

Zusätzlicher Tipp, wenn eine Lektion vorwärts nicht funktioniert, dann versuche es doch einfach mal rückwärts, also auf einem anderen und womöglich außergewöhnlichen Weg ;-)! Bodenarbeit!

3. Lob - Das A und O

Das Allerwichtigste ist das Loben. Nur so kann man seinem vierbeinigen Partner verständlich machen, dass die Ausführung richtig und gut war. Das motiviert, erhöht die Leistungsbereitschaft und verstärkt das Verhalten. Dabei kann, je nach Pferd, Stimme, Streicheleinheiten, Leckerbissen oder alles zusammen als Lob dienen. 

 

4. Schnelle & einheitliche Ankündigung des Lobs durch Clickertraining

Vor allem Hunde werden mit Clickertraining ausgebildet. Der Hund führt ein Kommando richtig aus, sofort wird geclickert und dem Hund damit eine Belohnung angekündigt. Erst daraufhin erfolgt die Belohnung selbst. Das kann auch Pferde motivieren, sofern der Clicker mit einer Belohnung, egal welcher Art, verbunden wird! Diese klare, sich immer gleich anhörende Ausdrucksweise gibt ein eindeutiges Signal und zwar bevor das Pferd wieder vergessen hat, das es etwas richtig gemacht hat und vor allem, was genau es richtig gemacht hat, weil Frauchen oder Herrchen ein paar Sekunden nach Leckerlies gekramt haben. Erfolgte zuvor der Click, darf die Leckerliesuche auch kurz dauern ;-). Durch positive Emotionen macht das Training Spaß und das Erlernte wird nicht so schnell wieder vergessen.

 Leckerliebeutel

5. Und zum Schluss, immer Ruhe bewahren!

Ganz wichtig ist, Geduld zu haben und immer Ruhe zu bewahren. Schreien oder Druck aufbauen bringt keinen Arbeitsfortschritt, sondern verunsichert oder demotiviert das Pferd. Wenn einfach nichts funktioniert, sollte man aufhören. Fordert man eine sichere Lektion von seinem Pferd, kann man es loben und das Training mit einem positiven Abschluss beenden.

 

LeckerliesFalls es euch nun unter den Nägeln brennt und ihr gleich loslegen wollt, unser Tipp zum Einstieg: klein anfangen und falls ihr mit Futter arbeitet, nicht die Leckerlies und den Leckerliebeutel vergessen ;-)! Viel Spaß!


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